Weihnachten 2003 – Buffy the Vampire Slayer / Ars Magica

20. Dezember 2003


Meine Teilnahme als Spieler am Tag des ungespielten Rollenspiels anlässlich der RSCT-Weihnachtsfeier gestaltete sich mit einer Runde Buffy (die Rollenspielumsetzung einer Fernsehserie) unter der Leitung von Stephan König, und einer Runde Ars Magica mit Carsten als Spielleiter, der mir bereits auf dem UniCon in Kiel eine Menge interessantes darüber erzählen konnte, da er dort an einer Testrunde teilgenommen hatte.

Warum meine Wahl der ersten Runde auf Buffy fiel, ist gar nicht so leicht zu sagen. Ich wäre auf „Der letzte Exodus“ motiviert gewesen, aber es gab sehr viele Leute, die dort mitspielen wollten, und da ich das Spiel schon einmal ausprobiert hatte, wollte ich diese Runde lieber anderen überlassen. Blieben noch everway unter Walter Leitung und eben jenes Spiel, an dem ich letztendlich teilnahm. Ich glaube, es hat mich in dem Moment einfach mehr interessiert, weil ich nachvollziehen wollte, warum viele diese Fernsehserie so gerne mögen. Ich bin noch nie dazu gekommen, mir das anzusehen, und warum sie so beliebt ist, weiß ich nach der Rollenspielrunde eigentlich immer noch nicht. Jedenfalls hatte Stephan viele junge Leute um sich geschart, ich war der älteste Mitspieler, wahrscheinlich mit 10 Jahren Abstand auf den nächsten. Meine Mitspieler kannten sich wohl ein wenig mit dem Spiel aus, da sie allerhand krasse Extras auf ihre Charakterbögen schreiben konnten: Zauberei, krasse körperliche Fitness und so. Jedenfalls spielten wir letztendlich alle Schüler derselben Schule, die eines Abends nach einer Party eine seltsame Begegnung mit Vampiren machten und diese irgendwie beseitigen konnten. Mein Versuch, durch das über den Kopf stülpen einer metallenen Mülltonne und das geräuschvolle dagegen Ballern mit dem Deckel, Taubheit bei einer der Vampirdamen zu verursachen, war dabei nur mäßig erfolgreich. Während das Spiel fortschritt, deckten wir eine Mordserie auf, bei der die Tatwaffe Fernsehhelden waren, die irgendwie aus dem Fernseher klettern und ihre Opfer töten konnten. Der Urheber war uns allen eigentlich als Mitschüler bekannt, wir konnten ihn schließlich besiegen, indem wir ihn mit seinen eigenen Waffen schlugen und die Power Rangers auf ihn hetzten. Im nachhinein wäre es vielleicht mit den Schlümpfen lustiger gewesen.

Irgendwie hat mir, auch wenn das Abenteuer relativ lustig war, der Hintergrund nicht unbedingt gefallen. Ich schätze, das Spiel erweckt in mir die Vermutung, dass man, wenn man die Serie kennt, sowieso nur die Handlung der Serie nachspielen kann, wenn man nicht sehr viel Aufwand investiert. Nicht mein Fall.

In Ars Magica spielt man einen Magier. Zumindest teilweise, denn das Spiel ist darauf ausgelegt, auch die Untergebenen der Magier spielen zu können, Ordenswachen (Magier sind zu Orden und Bünden organisiert), Hausdiener, was auch immer. In diesem Fall durften wir aber tatsächlich Magier verkörpern, was natürlich spannender für eine solche Testrunde ist. Dann durften wir miterleben, wie unser Ordensgründer auf spurlos aber mit Lärm und bunten Lichtern ins nichts verschwand. Wäre dies nicht schon schlimm genug, erhielten wir die Nachricht, dass Leute auf dem Weg zur Ordensburg seien, die uns in Verdacht auf Verstöße gegen Regeln, die Magier nun mal einzuhalten haben (zum Beispiel betreffend dem Einsatz von Magie für oder gegen Nichtmagier) zu untersuchen gedenken.
Bevor sie eintrafen, schauten wir also erst mal nach, ob wir etwas zu verbergen hatten, also ob der ehemalige Ordensführer etwas vor uns verheimlicht hatte. Nach langem (unter-) suchen, der Mann hatte wirklich alles gut versteckt, fanden wir heraus, dass der Preis für das Grundstück der Ordensburg ein magischer Felsbrocken war, der, in die Mauern des nahegelegenen Klosters, zu dem unser Grundstück gehört hatte, eingelassen war, gewesen ist.
Da wir uns nicht sicher waren, ob die Abgabe eines so mächtigen Gegenstandes einen Bruch der Regeln darstellt, machten wir uns unverzüglich auf zum Kloster, behaupteten, die magische Kraft des Steines müsse erneuert werden, da derjenige, der in gefertigt hatte, nicht mehr unter uns weile, und nahmen den Brocken mit. Leider bekam die Dame, welche zur Untersuchung des Ordens erschien, trotzdem mit, was vor sich ging, aber wir konnten trotzdem noch alles zum guten wenden.

Ars Magica hat mir alles in allem recht gut gefallen. Dass man ab und zu die Rolle wechselt und jemand anderen innerhalb der gleichen Kampagne spielt, klingt interessant und die Magie ist relativ vielfältig und lässt den Spielern relativ viele Freiheiten zum Ausdenken von magischen Effekten und Wirkungen.

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