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2004 Convention

NordCon 2004

5. bis 6. Juni 2004

Mittendrinn statt nur dabei

Wer meinen Bericht zur Nord Con 2003 gelesen hat, der wird sich vielleicht noch wage daran erinnern, dass ich mir aus Zeitgründen damals nicht alle Dinge ansehen konnte, die eine Convention so interessant machen. Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, diesen Fauxpas im Jahre 2004 wieder ausmerzen zu können – doch am Ende kam alles ganz anders als ursprünglich geplant.

Bereits im vergangenen Jahr hatte sich mehr und mehr herauskristallisiert, dass unser Rollenspielclub 2004 zu den Mitveranstaltern der Nord Con gehören würde. Da war es dann auch keine Frage, dass sich aus unseren Reihen etliche Leute dazu bereit erklärten, aktiv an der Organisation der Nord Con mitzuwirken. Walter übernahm gleich den Posten des Hauptverantwortlichen, während Carsten und ich die Organisation der Spielrunden bekamen. „Ausgerechnet die Rundenorga!“, möge der eine oder andere nun denken, denn schließlich war es bei dieser Aufgabe in den letzten Jahren immer wieder zu Problemen gekommen, die Eingeweihte als „absolutes Chaos“ bezeichnen würden. Aber auch da kam es – Gott sei dank – anders als erwartet.

Im Vorfelde
Wer nun denken mag, dass die Organisation einer solchen Großveranstaltung „mal eben so nebenbei“ erledigt werden kann, der irrt sich gewaltig. Bereits ein dreiviertel Jahr vor der Nord Con trafen wir uns regelmäßig mit den anderen Verantwortlichen, um Grundsätzliches abzusprechen. Wie hoch sollte der Eintritt sein? Welche Räume bekommen wir überhaupt? Wie sieht es mit dem Caterer aus? Wer koordiniert was genau? Dies alles waren Fragen, die im Vorfelde irgendwie geklärt werden mußten. Die Hauptorganisation wurde hierbei von Walter und Janny durchgeführt: Während Janny sich um die Workshops und sämtliche Promis kümmerte, führte Walter u.a. die Verhandlungen mit den Händlern. Wer jetzt immer noch denkt: Hey, das mache ich doch mit links, dem sei nur eines gesagt: Die Wochen vor dem Nord Con waren in diesem Bereich alleine gute 100 Mails täglich zu beantworten und die meisten Leute persönlich zu kontaktieren.

Auch Carsten und ich waren derweil nicht untätig. Carsten bastelte eine komplett neue Datenbank, mit der wir hofften, die Spielrunden des Jahres 2004 endlich in den Griff bekommen zu können. Bereits Monate vor der Nord Con verarbeiteten wir die über unsere Homepage angemeldeten Spielrunden und hielten laufend Kontakt zu den Spielleitern. Die Hauptarbeit, die Eingabe der Spielrunden in die Datenbank und die Verteilung auf die einzelnen Räume erledigten wir bereits vor der eigentlichen Veranstaltung, so dass wir den großen Termin Anfang Juni eigentlich ruhig angehen konnten. Eigentlich…

Freitag, der 4. Juni 2004
Nun war es also soweit: Der Tag vor der NordCon war gekommen. Den gesamten Nachmittag benötigten wir, um das Gebäude mit den angelieferten Tischen, Bänken und Stühlen so herzurichten, dass es den Anforderungen gewachsen war. Der normale Con-Besucher mag vielleicht anhand folgender Zahlen in etwa einschätzen, welche Arbeit vor uns lag: Wir hatten rund 50 Plätze in zwei mehrstöckigen Gebäuden, die allesamt mit Tischen und Stühlen ausgestattet werden mußten. Natürlich waren diese Räume vorher nicht leer, sondern mit normalen Möbeln voll gestellt, die während des Wochenendes irgendwo anders gelagert oder sinnvoll in die Spielrunden integriert werden mußten. Gleiches galt auch für die Räume für die Workshops, die Wiese mit den Händlern, den „mystischen Markt“ und die Zelte, die erst aufgebaut werden mußten.

Ich weiß nicht wie, aber um 22.00 Uhr nachts haben wir es dank der zahlreichen freiwilligen Helfer doch irgendwie geschafft, alles so aufzubauen, dass es halbwegs an eine Convention erinnerte – eben nur ohne die ganzen Besucher, denn die sollten erst am nächsten Tag Einlaß bekommen. Zufrieden, aber auch ein wenig erschöpft, ging es an diesem Freitag ins Bett.

Samstag, der 5. Juni 2004
Früh morgens um 7.00 Uhr holte Walter mich an diesem Samstag ab, damit wir rechtzeitig in Hamburg sein konnten. Der erste Blick aus dem Fenster war deprimierend, denn der Himmel war stark bewölkt und es regnete. Ein NordCon-Termin, an dem es regnet? So etwas hatte es doch noch nie gegeben… und so etwas sollte es auch nicht geben, wie wir immer noch hofften. Gegen 8.00 Uhr konnten wir dann ins Hamburg-Haus, wo die letzten Vorbereitungen getroffen wurden. Die vorher ausgedruckten Spielrundenzettel wurden ausgehängt, sämtliche Tische mit den richtigen Bezeichnungen beklebt und noch eine Menge Tische, Bänke und Stühle richtig positioniert. So langsam wuchs die Menge derjenigen, die vor dem Gebäude auf Einlaß warteten… und damit wuchs auch eine gewisse Nervosität. Hatten wir auch wirklich alles bedacht? Wie groß wird der Ansturm auf die Spielrunden sein? Wird es den üblichen Ärger mit nicht erschienenen Meistern, besetzten Tischen und ähnlichem geben?

Nun, ich greife ein wenig vor, wenn ich sage: Den gab es nicht. Und das war auch gut so. Der Regen hörte tatsächlich auf, um Punkt 10.00 Uhr öffnete das Hamburg-Haus seine Pforten und es war interessant mit anzusehen, wie die Horden unseren Vorraum zum Treppenhaus stürmten und sich – gelinde gesagt – wie die Tiere auf die attraktivsten Spielrunden stürzten. Zugleich setzte auch der stressigste Teil der gesamten Convention ein – der gesamte Pulk an Spielleitern, die am liebsten sofort eine Runde leiten wollten und dafür so schnell wie möglich einen Tisch und Mitspieler brauchten.

Nach einiger Zeit ließ der Andrang allerdings nach und wir hatten ein wenig mehr Zeit. Für die Rundenaushänge hatten wir uns im Vorfelde das Konzept überlegt, diese erst zwei Stunden vor Beginn der jeweiligen Spielrunde auszuhängen. Dies hatte meines Erachtens den großen Vorteil, dass auch diejenigen Spieler, die erst etwas später auftauchten, noch irgendwo unterkamen. Vorbei die Zeiten, in denen sich findige Leute gleich am Samstag morgen für fünf oder sechs Spielrunden am Samstag und Sonntag eintrugen und somit anderen die begehrtesten Plätze wegnahmen.

Ein interessantes Phänomen fiel mir dabei auf: Shadowrun-Spieler. Man mag ja von ihnen halten, was man will, aber ich möchte den typischen Shadowrun-Spieler, der die Nord Con besucht, wie folgt charakterisieren: Er spielt Shadowrun. Und sonst nichts. Egal, wie viele liebevoll gestaltete freie Runden man am Schwarzen Brett hängen hatte, der ‚durchschnittliche‘ SR-Spieler wartete lieber drei oder vier Stunden mit grimmiger Miene auf den Aushang eines SR-Abenteuers, dessen Leiter sich nicht einmal die Mühe gemacht hatte, sich einen Titel auszudenken. Jedem eben das seine… und Ausnahmen bestätigen eben die Regel, denn schließlich gelang es uns, den einen oder anderen Spieler auf diese Art eben doch dazu zu bewegen, sich in ein „Chroniken von Baal“-Abenteuer oder eine „InSpectres“-Runde einzutragen. Sie haben es nicht bereut…

Natürlich hatten wir auch Zeiten, in denen wir nichts oder so gut wie nichts zu tun hatten. Da es Mona von der gegenüberliegenden Garderobe ähnlich erging, konnte sie uns teilweise Gesellschaft leisten. Auch schaute ich ein- oder zweimal bei meiner Schwester und ihrer Freundin ganz oben in der Elternschule vorbei, die bei der Kinderbetreuung fünf bis sieben kleine Kiddies irgendwie beschäftigen mußten. Ein richtiger Scheißjob, wenn ihr versteht, was ich meine…

Nachdem wir dann abends auch die Nachtrunden versorgt hatten, konnten wir gegen 22.00 Uhr den Heimweg antreten. Schon ein wenig erschöpfter als am Freitag hatten wir jedoch ein wirklich gutes Gefühl: Bis jetzt war alles erstaunlich glatt gelaufen… es blieb nur zu hoffen, dass sich dies am Sonntag nicht ändern sollte.

Sonntag, der 6. Juni 2004
Neuer Tag, neues Glück. Erneut nahm Walter mich früh morgens wieder mit nach Hamburg – diesmal konnten wir es uns sogar leisten, erst um 9.00 Uhr im Hamburg-Haus zu sein, da das meiste ja schon vorbereitet war. Für Carsten und mich hieß es dann um 10.00 Uhr wieder, den ersten großen Schwung an rollenspielhungrigen Leuten zu versorgen. Insgesamt verlief der gesamte Sonntag allerdings weitaus ruhiger. Zwischenzeitlich konnten wir uns sogar ein paar kleine Runden Tichu mit Adrian, Robert oder Mona gönnen.

Gegen 17.00 Uhr, als dann keine Spielrunden mehr angemeldet wurden, stand aber schon der weitaus anstrengendste Part dieses Wochenendes vor uns: Das Aufräumen. Also schnappte ich mir einige Helfer und wir machten uns daran, die nicht mehr genutzten Tische, Bänke und Stühle in der Villa zusammen zu räumen. Aufgrund des Regens vom Vortag sah der Fußboden natürlich alles andere als sauber aus und mußte gewischt, gefegt und gesaugt werden. Was wir alles zu erledigen hatten, möchte ich an dieser Stelle nicht im Detail aufzählen. Dem neugierigen Leser möchte ich lediglich berichten, dass die folgenden fünf Stunden gut mit dem Herumschleppen von Mobiliar, dem Abbauen von Zelten und dem Abtransport des zahlreich angefallenen Mülls verbrachte. Wer auf die glorreiche Idee gekommen war, noch heiße Grillkohle in eine der Mülltonnen zu werfen, wird wohl auf ewig ungeklärt bleiben… nur, das besagte Tonne während des Transports auf einmal zu brennen anfing, war wohl weniger witzig.

Es wurde schon dunkel, als wir gegen 22.30 Uhr allmählich sagen konnten: Wir haben fertig. Das Hamburg-Haus und die Villa sahen aus wie am Freitag, bevor wir anrückten und die noch anwesenden Helfer drohten uns fast zusammenzuklappen.

Helfer? An dieser Stelle sei vielleicht noch einmal allen Helfern aus unserem Verein (oder dessen Umfeld) gedankt, die entscheidend zum Gelingen der Nord Con beigetragen haben: Walter, Carsten, Olaf, Mirco, Mirko, Claus, Daniel, Stephan, Chrissy, Adrian, der kleine Daniel, Markus, Kai, Gerhard… und all denjenigen, die ich jetzt vielleicht vergessen habe.

Das Programm
Und was war sonst auf der Nord Con los? Nun, darüber wurde in diversen Berichten im Internet schon eine Menge gesagt. Neben den gut 200 Spielrunden (fast doppelt so viele wie im letzten Jahr) gab es ein wirklich großes Angebot an Workshops und Vorlesungen – neben den ‚üblichen Verdächtigen’ wie den Fanpro-Leuten waren natürlich auch die Gezeitenwelt-Autoren auf der Convention vertreten, genau wie zahlreiche andere bekannte Gesichter aus dem Phantastik-Bereich. Genaueres über die einzelnen Programmpunkte kann ich leider nicht aufzählen, da mich die Arbeit bei der Rundenorga doch zeitlich recht stark eingespannt hatte, so dass ich mir eigentlich nichts ansehen konnte. Die Aussage am Sonntagabend – „Gebt ihr mir auch noch mal so ein Infoheft, damit ich auch weiß, was hier eigentlich los war.“ – war somit bezeichnend. Für ein paar kurze Spaziergänge über die Wiese hat es allerdings gereicht: Hier waren neben den zahlreichen Händlern vor allem der großartige Feuerspucker am Samstagabend zu nennen und das Polsterwaffenturnier, dessen Finale ich zufällig mitbekam.

Fazit
Die Nord Con 2004 ist mittlerweile Geschichte und alle diejenigen, die daran beteiligt waren, können sich wohl nicht beklagen, am Wochenende zu wenig zu tun gehabt zu haben. Was jedoch das wichtigste an dieser Sache ist: Wenn man den zahlreichen Kritiken glauben darf, dann war diese Nord Con trotz der leider leicht gesunkenen Besucherzahlen die best organisierte seit Jahren. Den Besuchern hat es also gefallen und wir haben unseren Verein auch über die Tornescher Gemeindegrenzen ein wenig bekannter gemacht – was will man mehr? Also: 2005 kann kommen, wir sind gewappnet.

Sven

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2005 Convention

2005 – Hanover spielt! 12

… und spielt… und spielt… und spielt…

Versprechen soll man halten. Und da ich am Ende meines Erlebnisberichtes zu „Hannover spielt!“ geschrieben hatte „…und ich werde versuchen, im nächsten Jahr wieder mit dabei zu sein.“, setzte ich genau dieses Vorhaben wieder in die Tat um. Leider war ich in diesem Jahr der einzige Vertreter des RSCT94, allerdings hatte ich mit Sonja und Pu (alias Martin) vom SDNV eine nette Reisebegleitung.

So klingelte also am Samstag morgen um kurz gegen 6.30 Uhr (grummel) mein Wecker. Geweckt von einer kalten Dusche stopfte ich noch schnell Schlafsack, Heldendokumente und Würfel in meinen Rucksack und fuhr dann mit der Bahn auf nach Hamburg, wo bereits erwähnter Martin bereits auf mich wartete. Wir machen noch einen kurzen Abstecher nach Harburg, um Sonja einzusammeln und fuhren dann die nicht allzu lange Strecke nach Hannover. Pünktlich wie die Maurer trafen wir dort um kurz vor 10 Uhr auch ein, entrichteten unseren Obolus und konnten uns ins übliche Con-Vergnügen stürzen.
Allgemeines, Location und bekannte Gesichter
Einen Vorteil hat es ja, wenn man statt der üblichen Rollenspielerkleidung (schwarzes Shirt) ein etwas anderes Outfit zur Schau trägt. Vielleicht lag es ja an meinem gelben (Samstag) bzw. orangefarbenen Shirt, dass ich von etlichen Leuten aus dem letzten Jahr auch gleich erkannt wurde, ohne in der Masse unter zu gehen. Also wurde erst einmal ein wenig Smalltalk betrieben und das Gebäude inspiziert. Vermiß habe ich Robert (Pfaff) und die Jungs von „Disaster Machine Productions“, aber denen war wohl die Anfahrt aus Nürnberg in diesem Jahr zu weit. An dem Gebäude hat sich natürlich im Vergleich zum letzten Jahr nichts geändert; nach wie vor halte ich die Location sehr geeignet für eine Veranstaltung dieser Größe. Apropos Größe: Die Besucherzahl war meines Erachtens ein wenig geringer als im letzten Jahr, so dass sich an beiden Tagen wohl etwa 200 Leute hier tummelten. Ich hoffe, ich liege mit dieser Schätzung nicht allzu weit daneben.

Im Erdgeschoss waren wieder einmal die Stände der Händler aufgebaut, dahinter fand sich die Kantine, wo man zu überaus fairen Preisen Brötchen oder Süßigkeiten erwerben konnte. An warmen Mahlzeiten wurden Hamburger, Pommes, Hot Dogs und Currywürste angeboten – eine gute und auch schmackhafte Auswahl. Eine kleine Enttäuschung war hingegen der immervolle „Hannover spielt!“-Becher, der für 10 Euro angeboten wurde. Dies ist zwar ein ebenfalls guter Preis, da man sich über das gesamte Wochenende mit Kaffee und Tee eindecken kann, allerdings stammten die Becher selbst diesmal aus dem letzten Jahr, so dass auf ihnen fett der Aufdruck aus dem letzten Jahr („Hannover spielt! 11“) prangte. Schade für alle, welche die Becher vielleicht sammeln und mit einem neuen Exemplar gerechnet hatten.

Die Spielrundenaushänge waren im letzten Jahr ja noch auf zwei verschiedene Flure verteilt worden. Davon war man jetzt abgekommen und hängt alle Runden eine Stunde vor Beginn im oberen Flur aus. Hierdurch wurde das Gedrängel dort zwar ein wenig größer, man hatte allerdings auch alles gleich im Blick, ohne zwischen zwei Stockwerken pendeln zu müssen. Wieder setzten die Organisatoren von „Hannover spielt!“ auf das bewährte Blocksystem, wodurch die meisten Runden parallele Start- und Schlußzeiten haben und es so zu weniger Überschneidungen kommt. In der Theorie zumindest…
Midgard-Spielrunde
Eigentlich wollte ich mich ja in der angebotenen „All Flesh Must Be Eaten“-Runde eintragen, allerdings wurde diese dummerweise etwas entfernt von mir aufgehängt, so dass mir eine Horde anderer Leute zuvor kam. Also entschied ich mich spontan für Midgard, ein System, von dem ich bisher zwar viel gehört, es aber noch nie gespielt hatte. In dieser Runde entdeckte ich mit Sarah (Ott) dann auch gleich ein bekanntes Gesicht. Das Abenteuer handelte von der düsteren Parallelwelt Midgards, Myrkgard mit Namen, in die es uns mehr oder weniger durch Zufall verschlug. Wir waren also erst einmal auf uns alleine gestellt und mussten irgendwie unseren Weg aus dieser finsteren Welt wieder hinaus finden. Dies gelang uns dann auch, nachdem unsere Helden in der einen oder anderen Situation etwas dreister agierten als vom Spielleiter erwartet.

Insgesamt fing das Abenteuer ein wenig schleppend an, kam dann aber im stärker in Gang und wurde auch dank der netten Mitspieler zu einer interessanten Runde. Allerdings überzogen wir dabei gnadenlos, so dass wir erst um etwa 19.00 Uhr fertig wurden. An diesem Punkt wirkte sich das Blocksystem negativ für uns aus: da alle anderen Runden bereits um 17.00 Uhr angefangen hatten, hätten wir nun bis um 23.00 Uhr Leerlauf gehabt. Aber man weiß sich ja zu helfen…
DSA-Spielrunde
Da ich kurz vor Ostern im Verein ein selbst ausgedachtes DSA.-Abenteuer geleitet hatte, musste ich nicht lange überlegen und bot an, eben dieses hier auf der Con zu leiten. Ein Tisch war schnell organisiert und drei Mitspieler meiner Midgard-Runde wollten auch sofort mitspielen. Als vierte Mitspielerin kidnappte ich auf dem Flur kurzerhand Irmingard, die bei mir auf dem ConTor „Der letzte Exodus“ mitgespielt hatte, verteilte kurzerhand meine eigenen Helden als „Archetypen“ und schon konnte es los gehen.

In den nächsten gut sechs Stunden von 20.00 bis 2.00 Uhr führte uns unsere Phantasie also nach Aventurien, genauer gesagt ins kalte Bornland und den angrenzenden Überwals. Eine nähere Zusammenfassung des Inhalts schenke ich mir an dieser Stelle, da es zumindest unseren Vereinsmitgliedern ja bereits bekannt sein dürfte. Von Vorteil erwies sich dabei, dass wir dank der flexiblen Rundenorga auch tatsächlich so kurzfristig einen Raum bekommen konnten, in dem wir ganz alleine waren – jede andere Spielrunde im selben Raum hätte mich wohl getötet. Warum? Nun, stellt euch einen Spielleiter vor, der lautstark einen fanatischen Praios-Geweihten, einen plattdeutsch sprechenden Händler nebst einer wahnsinnigen Werwölfin ausspielt und dann in einer Szene auch noch das Licht ausknipst, so dass die gesamte Runde komplett im Dunkeln sitzt. Noch Fragen?
Die Nacht
Wie auch im letzten Jahr waren wieder einige Räume im Obergeschoss für Spielrunden gesperrt worden. In diesen konnte man dann seinen Schlafsack ausbreiten und darauf hoffen, dies nicht direkt neben einem Schnarcher getan zu haben. Da ich selbst die Nacht auf der Couch einer freundlichen Mitspielerin verbringen konnte, kann ich zu der Übernachtung nichts weiter sagen. Von denjenigen, die im Gebäude selbst geschlafen haben, habe ich allerdings gehört, dass dies ohne Probleme möglich war und dem allgemeinen Con-Standard entspricht. Schade nur, dass nur Waschbecken, nicht aber auch Duschen etc. vorhanden waren.

Von einem guten Frühstück gestärkt kehrten wir um kurz vor 11 Uhr wieder in das Haus der Jugend zurück.
PP&P-Spielrunde
Der zweite Con-Tag war angebrochen und was bedeutete dies? Richtig: Wie bereits im letzten Jahr und auf dem ConTor habe ich mich wieder bei Ortwins PP&P-Runde eingetragen. Kaum hatte ich den Raum betreten, entdeckte ich auch wieder jede Menge bekannte Gesichter. Der Spielleiter blickte nur kurz hoch, erkannte mich und meinte dann zu dem einzigen Neuling in der Runde: „Und der da, der spielt seinen Charakter so, wie sein Shirt aussieht.“ Ich blickte an meinem quietsch-orangenen Vereinsshirt hinunter – er hatte recht.

Die vertraute Runde hatte sich also wieder zusammen gefunden, verstärkt mit einem neuen Mitspieler. Viele hatten die passenden Stofftiere zu den von ihnen gespielten Plüschis dabei und so gab dann unsere Gruppe von nicht mehr ganz jungen Rollenspielern ein durchaus ungewöhnliches Bild ab. Da das Wetter draußen schön war, setzten wir uns draußen auf die Terrasse und verbrachten dort im strahlenden Sonnenschein einige sehr nette Stunden. Dies galt natürlich auch für das Abenteuer selbst. Ortwin bewies wieder einmal, warum er sich eigentlich auf jedem Con auf einen festen Kern von Stammspielern verlassen kann. Im Auftrag der PLO („Plüschi Liberation Organisation“) durchkreuzten wir wieder einmal die finsteren Pläne von Crazy Pink und seinen Genossen.
Die Convention neigt sich dem Ende entgegen
Gegen 17 Uhr endete das Abenteuer beendet und so langsam leerte sich das Gebäude. Da Martins Shadowrun-Runde noch ein wenig dauerte, schnappte ich mir Sonja, um in der nicht weit entfernten Innenstadt von Hannover ein Eis zu essen. Außerdem kaufte ich noch ein paar Lose für die Tombola und räumte dabei auch gleich zwei recht gute Preise ab. Glück muß man eben haben…

Eine Stunde später saßen wir dann wieder im Auto und konnten den Heimweg antreten.
Fazit
„Hannover spielt! 12“ ist vorbei und es hat sich wieder einmal gelohnt. Nicht ganz so überlaufen wie einige andere Conventions, dafür aber sehr gut organisiert und mit einem exzellenten Angebot an Spielrunden. Wem nicht der Sinn nach einer Spielrunde stand, der konnte sich in einen der angebotenen Workshops setzen oder bei der Verleihung des „Goldenen Bechers“ am Samstag zusehen. Alles in allem eine gute Sache: Hinfahren. Spaß haben. Anderen davon erzählen.

Sven

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2005 Convention

Wahnsinnige Zauberer, Ökoterroristen und ein 2:1

11. bis 13. Februar 2005 – AdventureCon 2005

Das Jahr war noch nicht alt, als der Adventure Con seinen Fuß in die Tür mit der Aufschrift „Rollenspielveranstaltungen, die du unbedingt mal besuchen solltest“ stellte und partout nicht mehr hinausziehen wollte. „Nun gut“, dachte sich die geistige und moralische Elite unseres werten Rollenspielclubs, „da müssen wir auch einmal hin.“ Gesagt, getan. Um es vorweg zu nehmen: Wir sollten es nicht bereuen.

Es war ein Samstag Mittag, als wir am Ort des Geschehens eintrafen. Wir, das waren in diesem Falle neben mir noch Mirko, Mona und Lili, die nicht durch Arbeit, plötzliche Termine oder [hier eine andere beliebige Ausrede einsetzen] verhindert waren, unseren Verein nach außen hin ein wenig zu repräsentieren und dabei auch noch reichlich Spaß zu haben. Eine Rollenspielconvention lebt ja meist davon, dass man einmal andere Leute kennen lernt und ganz in diesem Sinne war mit die erste Person, die uns über den Weg lief auch… unser eigener Vereinspräsident Carsten. Er hatte sich – wie auch der hochgeschätzte Walter übrigens – bereits am Freitag hier blicken lassen.

Blicken lassen konnte sich aber erst einmal der Ort des Geschehens, das Bürgerhaus in Eidelstedt. Dieses liegt relativ zentral und ist auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen. Eine erste Inspektion ergab, dass die größtenteils nett dekorierten Spielräume bereits sehr gut gefüllt waren. Leider waren wir wohl etwas spät dran, denn die meisten Runden liefen bereits und neue Aushänge waren zu diesem Zeitpunkt leider rar. Das vielleicht als kleiner Kritikpunkt.

So kam es dann, dass Mirko und ich uns erst einmal in der Kantine mit leckeren Hotdogs und nicht minder köstlicher Kartoffelsuppe den Bauch voll schlugen. Alles sehr nett zubereitet und zu einem günstigen Preis – so soll Con-Verpflegung aussehen. Daneben konnten wir noch einen kleinen Plausch mit einigen SDNVlern halten, den Veranstaltern dieses Cons. Die Abkürzung steht übrigens für „Sodalitas Dei Nomine Vacantis“. Das ist lateinisch und heißt wohl so etwas wie „Leckerer Stangensellerie auf Toast“ Oder so ähnlich. Nun, wie auch immer: Nach der Verköstigung beschloss Lili, selbst eine DSA.-Runde zu leiten und während sie sich um den Aushang kümmerte, zockten wir anderen erst einmal eine Runde Tichu. Diese wurde von mir souveränst (HarHarHarHar) gewonnen, bevor ich den Con dann erst einmal verlassen musste.

Wie? Verlassen? Aber sagte er nicht, dass…? Natürlich ist an dieser Stelle mein Bericht noch nicht abgeschlossen, aber eines muss ich eingestehen: Ich bin HSV-Fan. Ja, in Rollenspielerkreisen mag vielleicht ein „Ich bin Satanist und opfere wöchentlich ein Huhn“ mit weniger Entsetzen zur Kenntnis genommen werden, aber so ist es nun einmal. Da der HSV an diesem Samstag ein Heimspiel gegen Stuttgart hatte, machte ich also einen kurzen Abstecher in die AOL-Arena.

Zeitsprung

Gegen 19.00 Uhr war ich dann wieder zurück, mehr als zufrieden mit einem grandiosen Heimsieg meines Vereins. Da ich mich für ein um 20.00 Uhr beginnendes Cthulhu-Live-Abenteuer eingetragen hatte, verbrachte ich einige Zeit damit, bei Lilis Runde zuzugucken oder mit Mona durch den Regen draußen zu spazieren. Göttlich der Anblick der immer nervöser werdenden Lili, die sich ebenfalls beim Cthulhu-Abenteuer eingetragen hatte, deren Spieler am Ende aber nicht so ganz zu Potte kamen. Auf die Minute genau wurde das Abenteuer dann aber doch zur vollsten Zufriedenheit beendet und ich muss Lili an dieser Stelle ein großes Lob aussprechen: Mit 14 und als relativ unerfahrene Rollenspielerin gleich auf einer Convention ein Abenteuer meistern – Respekt.

Das Cthulhu-Live-Abenteuer ordne ich schlicht und einfach in die Kategorie „BOAHHHH! GEILLLLL! gnarf“ ein. Der Plot spielte größtenteils im Theatersaal des Bürgerhauses und genau in einem solchen befanden wir uns auch In-Time. Dieses Theater befand sich auf einem Schiff und wir alle im Jahre 1927. Schnell sollten wir die Erfahrung machen, dass sich leider in der historischen Bühne der Geist des Zauberkünstlers „Gustavo der Große“ eingenistet hatte, der uns leider alle umbringen wollte. Genau das schaffte er am Ende auch, doch wenigstens konnte er die Welt nicht mit seinen dämonischen Sporen infizieren. Das Abenteuer lebte sehr von den wirklich guten schauspielerischen Künsten der NSCs, der atmosphärischen Untermalung (leise Musik, Sound- und Nebeleffekte, Nebelhörner etc.) und nicht zuletzt dem originellen Plot. Da haben die Jungs und Mädels der Kieler Gruppe „Green Abyss“ wirklich gute Arbeit geliefert. Mehr Informationen und in Kürze auch Fotos gibt es unter www.horror-erleben.de .

Gegen 23.00 Uhr war das Abenteuer dann auch –leider- beendet und mein Weg führte mich zurück zu den Rundenaushängen. Hier sah es leider wieder einmal sehr „übersichtlich“ aus, aber dagegen hilft ja bekanntlich ein altes Hausmittel: Die „Ich suche mir meine Runde selber zusammen“-Methode (besonders beim Rat Con das einzige Mittel, um irgend wann einmal zum Spielen zu kommen…). Schnell wurden ein paar Leute angesprochen und Minuten später fand ich mich in der Shadowrun-Runde eines gewissen Markus (Marcus?) wieder. Mit von der Partie waren außerdem noch zwei andere Typen, die bis auf ihre Bundeswehr-Treter eigentlich recht cool drauf waren und Lili, die kurzerhand mitgeschleift wurde. Wir spielten dabei Shadowrunner, die von Green War den Auftrag bekamen, in einem Kaufhaus ein Tonband über die Lautsprecher laufen zu lassen, in denen von gemordeten Robbenbabies und so die Rede war. Diese Aufgabe lösten wir auch mit ein wenig Grips und vor allem einer gehörigen Portion Humor. Auch wenn „Karl Ranseier, der erfolgsloseste Shadowrunner aller Zeiten“ letzten Endes doch nicht mitspielte, hatte unsere Gruppe um einen penetranten Anwalt, einen tumben Troll, einen nicht ganz stubenreinen Zwerg und meinen Damenschuhliebhabenden Elfen einige vergnügliche Stunden. Eine Runde, die neben ein paar Karmapunkten vor allem eines brachte: Gute Unterhaltung.

Es war nun also gegen 3.00 Uhr nachts und ich machte mir irgendwie die Hoffnung, noch eine Bahn in Richtung Tornesch bekommen zu können. Während Lili also ihren Schlafsack ausrollte und Mona und Mirko bereits früher gegangen waren, eilte ich zum Bahnhof, um besagte Bahn noch zu bekommen. Das sollte sich aber als gnadenlose Fehleinschätzung erweisen, da dieser Zug leider nur wochentags fährt. Da ich aber auch nicht mehr extra zur Convention zurückfahren wollte, schaute ich noch einmal kurz auf dem Kiez nach dem Rechten. Und, ihr könnt beruhigt sein: Alles beim alten da.

Irgendwann gegen 6.00 Uhr kam ich dann doch irgendwie nach Pinneberg, von wo aus ich mit dem Taxi nach hause fuhr. Dabei erwischte ich leider einen äußerst geschwätzigen Taxifahrer, der unbedingt Konversation betreiben wollte: „Und, wo kommst du jetzt her? Feiern auf’m Kiez?“ – „Klar“, antwortete ich, „heute war Götterspeiseabend in Uschis Swingerclub“.

Glaubt mir: Das war die einfachere Antwort als „Ich war heute auf’m Adventure Con des SDNV und habe Cthulhu gespielt.“ Weniger Erklärungen, weit weniger.
In diesem Sinne: Die Convention hat mir sehr viel Spaß gemacht – wir sehen uns also wieder in Uschis… äh… beim Adventure Con 2006!

Sven

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2018 ConTor

Nur noch wenige Wochen bis zum ConTor

In nur drei Wochen findet der ConTor 2018 statt.

Dazu drei Aufrufe an drei Personengruppen: Vereinsmitglieder, Spielleiter und Spieler & Interessierte.

Liebe Vereinsmitglieder,
anfang November findet wieder unsere jährliche Convention statt, die wir in guter Tradition nun schon seit 2004 veranstalten. Dafür brauchen wir Euch: Ihr müsst uns helfen, dass die Veranstaltung so richtig rockt. Also meldet euch bei Andreas und Dennis für Eure Küchenschichten, sowie zum Auf- und Abbau.

Liebe Spielleiter,
eine Convention, wie der ConTor Anfang November, lebt von seinen Spielrunden. Also liebe Spielleiter, kommt vorbei und leitet. Wir lieben ein vielfältiges und buntes Programm, probieren gerne neue Systeme aus.
Ihr könnt Eure Runden spontan einfach vor Ort anmelden bzw. euch Spieler dafür suchen oder aber auch die Runden vorher ankündigen. Dazu schickt ihr einfach eine Mail an rsct94@web.de
Als Spielrunden werten wir natürlich auch Brettspiele. Also wenn ihr Twilight Imperium, Civilization oder was auch immer anbieten wollt. Meldet Euch oder kommt einfach vorbei!

Liebe Spieler & Interessierte,
ConTor ist eine kleines Convention zum Thema Rollen- und Brettspiel. Uns geht es in erster Linie darum, dass wir alle Spaß haben. Also kommt vorbei und spielt was das Zeug hält.
Und wenn Ihr wissen wollt, was dieses ominöse Rollenspiel überhaupt ist oder es einfach mal ausprobieren wollt: Kommt einfach vorbei. Bei uns hat jeder die Gelegenheit Rollenspiel einmal auszuprobieren.

Also kommt am 3./4. November bei uns vorbei.

Wir freuen uns auf Euch alle.

 

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News RSCT 94 e.V.

ConTor 2018 – Termin steht

ConTor 2018

Jetzt sind wir mal richtig fix gewesen und haben schon den Termin für den nächsten ConTor bestimmt. Es wird wieder das erste Wochenende im November, also der 3. und 4. November 2018. Tragt euch den Termin schon mal ein, damit euch auf keinen Fall etwas dazwischen kommt, natürlich auch in die Kalender eure Freunde und Freundinnen… 🙂